Die Verwendung von Selbstberichtsdaten in der Psychologie Psycho

Inhaltsverzeichnis:

Anonim

In der Psychologie ist ein Selbstbericht jeder Test, jede Messung oder jede Umfrage, die sich auf den eigenen Bericht einer Person über ihre Symptome, Verhaltensweisen, Überzeugungen oder Einstellungen stützt. Die Daten zur Selbstauskunft werden in der Regel in Papierform oder in elektronischer Form oder manchmal durch ein Interview gesammelt.

Selbstberichte werden häufig in psychologischen Studien verwendet, da sie einem Forscher oder Kliniker viele wertvolle und diagnostische Informationen liefern können. Eines der am häufigsten verwendeten Tools zur Selbstauskunft ist das Minnesota Multiphasic Personality Inventory (MMPI) für Persönlichkeitstests.

Vorteile von Selbstberichtsdaten

Einer der Hauptvorteile von Selbstberichtsdaten besteht darin, dass sie leicht zu beschaffen sind. Es ist auch eine wichtige Methode, mit der Ärzte ihre Patienten diagnostizieren, indem sie Fragen stellen. Diejenigen, die die Selbstauskunft erstellen, sind in der Regel mit dem Ausfüllen von Fragebögen vertraut.

Für die Forschung ist es kostengünstig und kann viel mehr Probanden erreichen, als durch Beobachtung oder andere Methoden analysiert werden könnten. Sie kann relativ schnell durchgeführt werden, sodass ein Forscher innerhalb von Tagen oder Wochen Ergebnisse erhalten kann, anstatt eine Population über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten. Selbstauskünfte können privat gemacht und anonymisiert werden, um sensible Informationen zu schützen und möglicherweise wahrheitsgetreue Antworten zu fördern.

Nachteile von Selbstberichtsdaten

Das Sammeln von Informationen durch einen Selbstbericht hat Einschränkungen. Menschen sind oft voreingenommen, wenn sie von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Viele Menschen werden beispielsweise bewusst oder unbewusst von „sozialer Erwünschtheit“ beeinflusst. Das heißt, sie berichten eher von Erfahrungen, die als gesellschaftlich akzeptiert oder bevorzugt gelten.

Selbstberichte unterliegen diesen Verzerrungen und Einschränkungen:

  • Ehrlichkeit: Die Probanden können die gesellschaftlich akzeptablere Antwort geben, anstatt wahrheitsgemäß zu sein.
  • Introspektive Fähigkeit: Die Probanden können sich selbst möglicherweise nicht genau einschätzen.
  • Interpretation von Fragen: Die Formulierung der Fragen kann verwirrend sein oder für verschiedene Themen unterschiedliche Bedeutungen haben.
  • Bewertungsskalen: Etwas mit Ja oder Nein zu bewerten, kann zu restriktiv sein, aber auch Zahlenskalen können ungenau sein und der individuellen Neigung unterliegen, auf alle Fragen eine extreme oder mittlere Antwort zu geben.
  • Antwortverzerrung: Fragen unterliegen allen Verzerrungen der vorherigen Antworten, unabhängig davon, ob sie sich auf kürzliche oder bedeutende Erfahrungen und andere Faktoren beziehen.
  • Sampling-Bias: Die Personen, die den Fragebogen ausfüllen, sind die Personen, die einen Fragebogen ausfüllen. Sind sie repräsentativ für die Bevölkerung, die Sie studieren möchten?

Selbstauskunftsinformationen mit anderen Daten

Die meisten Experten in der psychologischen Forschung und Diagnose schlagen vor, dass Selbstauskunftsdaten nicht allein verwendet werden sollten, da sie tendenziell verzerrt sind. Forschung wird am besten durchgeführt, wenn Selbstauskunftsdaten mit anderen Informationen kombiniert werden, wie zum Beispiel das Verhalten einer Person oder physiologische Daten . Diese „multimodale“ oder „multimethodische“ Bewertung liefert ein globaleres und daher wahrscheinlich genaueres Bild des Themas.

Die in der Forschung verwendeten Fragebögen sollten daraufhin überprüft werden, ob sie im Zeitverlauf konsistente Ergebnisse liefern. Sie sollten auch durch eine andere Datenmethode validiert werden, die zeigt, dass die Antworten das messen, was sie vorgeben zu messen. Fragebögen und Antworten sollten zwischen Kontrollen und der Testgruppe leicht zu unterscheiden sein.