Wenn Sie Zwangsstörungen haben, wissen Sie, dass es schwierig sein kann, eine intime Beziehung aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Ein Haupthindernis für viele Menschen mit Zwangsstörung, die eine romantische Beziehung eingehen, sind Probleme im Zusammenhang mit der sexuellen Funktion.
Die Verbindung zwischen Zwangsstörung und sexueller Dysfunktion
Für viele Menschen ist ein aktives Sexualleben eine der wichtigsten Zutaten für eine gesunde romantische Beziehung. Obwohl sexuelle Probleme relativ häufig sind, deuten Untersuchungen darauf hin, dass Menschen mit Zwangsstörungen überdurchschnittlich häufig Probleme mit der sexuellen Funktion haben.
Leider ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen mit Zwangsstörung erleben:
- Probleme, sexuell erregt zu werden
- Ein geringer Sexualtrieb
- Unzufriedenheit mit ihrem Sexualpartner
- Angst vor Sex
- Hoher Ekel, wenn man an sexuelle Aktivitäten denkt. Ekelgefühle können besonders schwerwiegend sein, wenn Sie Zwangsgedanken in Bezug auf Kontamination (z. B. Keime in Körpersekreten), sexuelle Gewalt (z. B. Vergewaltigung, Belästigung) oder Religion (z. B. sündiges oder verbotenes Sexualverhalten) haben.
Obwohl sexuelle Schwierigkeiten bei Menschen mit Zwangsstörungen und anderen Angststörungen oft auf Nebenwirkungen von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (von denen allgemein bekannt ist, dass sie sexuelle Nebenwirkungen haben) angekreidet wurden, deuten Untersuchungen darauf hin, dass diese Probleme tiefer liegen als ein einfaches Problem mit Medikamenten und spiegeln wahrscheinlich größere Probleme mit zwischenmenschlichen Funktionen, Selbstwertgefühl und/oder spezifischen sexuellen Obsessionen wider.
Frauen mit Zwangsstörung können besonders von Problemen mit der sexuellen Funktion betroffen sein. Im Vergleich zu Männern mit Zwangsstörung sind Frauen mit Zwangsstörung häufig sexuell vermeidender und haben möglicherweise größere Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen.
Tipps zum Umgang mit sexueller Dysfunktion, wenn Sie an Zwangsstörung leiden
Der erste Schritt zur Wiederbelebung Ihres Sexuallebens besteht darin, eine geeignete Behandlung zu erhalten, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Symptome besser zu behandeln. insbesondere wenn Sie Obsessionen im Zusammenhang mit Kontamination oder sexueller Gewalt haben.
Obwohl nicht alle Behandlungen für jeden geeignet sind, gibt es eine Vielzahl von pharmazeutischen und psychotherapeutischen Optionen, die Ihre Symptome lindern können. Wenn Sie bereits in Behandlung sind, aber immer noch sexuelle Schwierigkeiten haben, ist es möglicherweise an der Zeit, andere Optionen zu besprechen.
Hier sind ein paar Tipps, um mit sexueller Dysfunktion fertig zu werden, wenn Sie an Zwangsstörung leiden.
Informieren Sie Ihren Behandlungsanbieter
So peinlich es auch sein mag, wenn Sie sexuelle Schwierigkeiten haben, kann es oft sehr hilfreich sein, Ihren Arzt zu informieren. Einige sexuelle Schwierigkeiten können durch zugrunde liegende Gesundheitsprobleme oder durch Medikamente verursacht werden, und es ist wichtig, dass diese ausgeschlossen werden, bevor OCD-spezifische Behandlungsoptionen gesucht werden.
Beziehen Sie Ihren Partner mit ein
Wenn Sie derzeit eine sexuelle Beziehung führen, kann es hilfreich sein, Ihren Partner in die Behandlung einzubeziehen. Je besser Ihr Partner Ihre Symptome versteht, desto mehr können Sie sich vertrauen. Sich der Herausforderungen nicht bewusst zu sein, kann zu Missverständnissen führen (wie „er/sie findet mich nicht mehr attraktiv“), die dem Aufbau von Intimität und Vertrauen – der Grundlage jeder gesunden sexuellen Beziehung – im Weg stehen.
Schließe dich einer Selbsthilfegruppe an
Gemeinschaftliche Selbsthilfegruppen für Zwangsstörungen können ausgezeichnete Quellen für soziale Unterstützung sein und eine Gelegenheit bieten, zu hören, wie andere mit Gefühlen der Isolation oder Verlegenheit aufgrund sexueller Schwierigkeiten umgehen.