Löst eine Phobie Ihre Kampf- oder Fluchtreaktion aus?

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Anonim

Physiologische Reaktionen sind die automatischen Reaktionen des Körpers auf einen Reiz. Die meisten von uns sind mit den automatischen und instinktiven physiologischen Reaktionen vertraut, die wir täglich erleben, aber wir sind uns ihrer normalerweise nicht bewusst. Viele von uns neigen auch zu schwereren physiologischen Reaktionen auf Reize wie Stress, die die sogenannte "Kampf-oder-Flucht"-Reaktion auslösen. Wenn Sie in eine Stresssituation geraten, können Sie anfangen zu schwitzen und Ihre Herzfrequenz kann sich erhöhen, beides Arten von physiologischen Reaktionen.

Physiologische Reaktionen auf Phobien

Physiologische Reaktionen treten auf, wenn wir wahrnehmen, dass wir unter Stress oder Gefahr stehen, sei es real oder eingebildet. Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion ist die Art und Weise Ihres Körpers, Sie zu schützen, indem er Stresshormone, Cortisol und Adrenalin produziert, damit Sie bereit sind, entweder zu kämpfen oder zu rennen.

Wenn Sie eine Phobie haben, kann der Kontakt mit dem Objekt Ihrer Phobie als Stressauslöser für verschiedene Arten von physiologischen Reaktionen dienen. Die physiologische Reaktion auf eine intensive und irrationale Angst kann sich auf physische Weise manifestieren, einschließlich:

  • Schwindel
  • Trockener Mund
  • Schneller atmen
  • Herzklopfen
  • Übelkeit
  • Panikattacken
  • Schütteln
  • Schwitzen

Ihre physiologischen Reaktionen können leicht oder schwer sein, sind aber im Allgemeinen nicht gefährlich. Diese körperlichen Symptome können jedoch denen einiger medizinischer Zustände entsprechen, daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie sie bemerken.

Phobien verstehen

Während die physiologischen Reaktionen, die Sie bei einer Phobie erfahren, oft eine einzigartige Reaktion auf eine bestimmte Angst sind, ist es wichtig zu wissen, ob diese Reaktion tatsächlich durch eine echte Phobie verursacht wird. Fachkräfte für psychische Gesundheit können einen Labortest nicht verwenden, um eine Phobie zu diagnostizieren, daher verwenden sie die Kriterien in der Diagnostisches und Statistisches Handbuch der Geistigen Störungen, auch bekannt als DSM-5

Eine Phobie beinhaltet eine intensive und irrationale Angst, aber es ist wichtig zu beachten, dass Angst und Phobie nicht dasselbe sind.

Diagnose einer Phobie

Damit eine Phobie diagnostiziert werden kann, muss sie erhebliche Belastungen verursachen oder Ihr tägliches Leben beeinträchtigen. Zum Beispiel kann eine starke Angst vor Schlangen für einen Stadtbewohner, der selten mit einer Schlange in Kontakt kommt, keine Phobie sein. Es kann jedoch bei einem Bauern, auf dessen Landbesitz zahlreiche Schlangen leben, eine schwere Phobie darstellen.

Es gibt viele Angst- und andere Störungen wie generalisierte Angststörung, Panikstörung und posttraumatische Belastungsstörung (PTSD), die in bestimmten Situationen phobische Reaktionen hervorrufen können. Ein Psychiater wird eine umfassende Auswertung Ihrer Vorgeschichte und Ihrer Erfahrungen vornehmen, um eine korrekte Diagnose zu stellen.

Behandlung

Viele Phobien verschlimmern sich im Laufe der Zeit weiter, daher ist es eine gute Idee, sich umgehend behandeln zu lassen. Die beiden allgemein akzeptierten Formen der Behandlung von Phobien sind Medikamente und Therapie. Viele Ärzte ziehen es vor, zuerst eine Therapie auszuprobieren und Medikamente nur bei Bedarf hinzuzufügen. Beide Arten können bei den durch Phobien verursachten physiologischen Reaktionen helfen.

Therapien

Eine der anerkanntesten Therapieformen bei Phobien ist die kognitive Verhaltenstherapie (CBT). Bei der KVT arbeitet Ihr Arzt mit Ihnen zusammen, um sich der gefürchteten Situation zu stellen und Ihre phobische Reaktion zu ändern, indem er die automatisch auftretenden Gedanken ändert.

Die Expositionstherapie ist eine Technik, die in der CBT verwendet wird und bei der Behandlung von Phobien gut funktioniert. Ein beliebter Typ ist die systematische Desensibilisierung, bei der Sie nach und nach dem gefürchteten Objekt ausgesetzt sind. Sie lernen, eine erhöhte Exposition nach und nach zu tolerieren.

Medikamente

Darüber hinaus können verschreibungspflichtige Medikamente bei physiologischen Reaktionen helfen, die durch Phobien verursacht werden. Dazu gehören Antidepressiva, Medikamente gegen Angstzustände und Betablocker, die die Wirkung von Adrenalin auf Ihren Körper einschränken.

Andere Behandlungen

Viele Menschen finden durch ergänzende und alternative Behandlungen und Körper-Geist-Interventionen Linderung. Diese Methoden sollten jedoch nur unter Aufsicht Ihres Psychologen ausprobiert werden.