Emotionaler Schmerz ist nicht nur auf Depressionen beschränkt. Zum Beispiel können alle Symptome, die unter dieser Überschrift in Warnzeichen einer Depression aufgeführt sind, in Zeiten der Trauer auftreten. Einzelne Symptome oder eine Anhäufung davon können auch durch andere Ereignisse ausgelöst werden – Arbeitsplatzverlust, Scheidung, eine tiefe Enttäuschung. Wenn die Symptome zu lange anhalten, von anderen Symptomen begleitet werden oder Ihr Leben beeinträchtigen, müssen sie möglicherweise behandelt werden. Diese Symptome allein weisen jedoch nicht unbedingt auf das Vorliegen einer schweren Depression hin. Schauen wir sie uns an:
Emotionaler Schmerz
- Längere Traurigkeit
- Unerklärliches, unkontrollierbares Weinen
- Schuldgefühle
- Gefühle der Wertlosigkeit
- Verlust des Selbstwertgefühls
- Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit
- Hilflosigkeit
Diese Symptome, insbesondere einzeln genommen, sind nicht auf klinische Depressionen beschränkt. Hilflosigkeit kann beispielsweise eine vernünftige erste Reaktion auf eine schwierige Situation sein.
Bei einer bipolaren Depression hingegen ist ein Gefühl der Hilflosigkeit wahrscheinlich:
- In Kombination mit anderen Arten von emotionalem Schmerz
- In Kombination mit anderen depressiven Symptomen
- Über eine angemessene Zeit hinaus verlängert
- Schwerer als zumutbar
- Störung Ihres Funktionierens
Wie ich bereits sagte, können eines oder mehrere dieser Symptome eine häufige Reaktion auf ein traumatisches Ereignis sein. Wenn sie jedoch nach einer angemessenen Zeit nicht besser werden, an Schweregrad zunehmen oder Ihre Funktionsfähigkeit erheblich beeinträchtigen, sollten Sie Hilfe suchen. Ein Element, das eine bipolare Depression von einer eher zu erwartenden emotionalen Reaktion unterscheiden kann, besteht darin, dass diese Symptome bei einer Person mit einer affektiven Störung auch spontan auftreten können, ohne dass eindeutig Stress ausgelöst wird.
Gleichzeitig kann jedes belastende Lebensereignis - sei es traurig oder sogar freudig - bei jemandem mit einer schweren Depression oder einer bipolaren Störung eine depressive Episode auslösen. Daher ist es besonders wichtig, jemanden mit einer Vorgeschichte von Depression, Manie oder Hypomanie zu überwachen, nachdem irgendein Art eines wichtigen Lebensereignisses, wie Scheidung oder Heirat, ein Todesfall oder eine Geburt