Obwohl es derzeit eine Reihe wirksamer medizinischer und psychologischer Behandlungen für Zwangsstörungen (OCD) gibt, wirken diese Behandlungen nicht bei jedem. Daher bestand großes Interesse an der Entwicklung neuer Behandlungen für Zwangsstörungen oder an der Verwendung neuer Methoden, um die Wirksamkeit bestehender Behandlungen zu verbessern.
Repetitive transkranielle Magnetstimulation
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation oder rTMS ist ein relativ nicht-invasives Verfahren, das als mögliche alternative Behandlung zur Verringerung der OCD-Symptome große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.
Bei der wiederholten TMS wird ein kleines Gerät direkt auf der Kopfhaut in der Nähe der Stirn platziert. Dieses Gerät enthält eine magnetische Drahtspule, die Elektrizität transportiert. Der Stromfluss durch das Gerät erzeugt ein magnetisches Feld, wodurch ein elektrischer Strom dazu führt, dass die Gehirnzellen, die Neuronen genannt werden, entweder mehr oder weniger aktiv werden. Das Aktivitätsniveau von Neuronen wurde mit Symptomen von psychischen Erkrankungen wie OCD in Verbindung gebracht.
Ergänzende Verhaltenstherapie mit D-Cycloserin
Psychotherapeutische Techniken wie die Expositions- und Reaktionspräventionstherapie (ERP) sind bei der Behandlung der Symptome von Zwangsstörungen hochwirksam. Diese Behandlungen wirken jedoch nicht immer bei jedem. Auch der herausfordernde Charakter der Verhaltenstherapie und die damit verbundenen Kosten führen dazu, dass viele Menschen die Behandlung ablehnen oder abbrechen.
Vor diesem Hintergrund besteht großes Interesse daran, Wege zu finden, wie die Verhaltenstherapie effektiver und für mehr Menschen zugänglich gemacht werden kann. Eine Möglichkeit könnte darin bestehen, die Verhaltenstherapie durch Medikamente zu ergänzen. Ein Medikament, das diesbezüglich auf großes Interesse gestoßen ist, ist das Medikament D-Cycloserin.
Übung und Zwangsstörung
Wir alle wissen, dass aerobes Training große körperliche Vorteile hat, einschließlich eines niedrigeren Cholesterinspiegels und eines geringeren Risikos für Herzerkrankungen und Diabetes. Inzwischen gibt es signifikante Hinweise darauf, dass körperliche Aktivität auch dazu beitragen kann, die Symptome einer psychischen Erkrankung zu reduzieren.
Tatsächlich ist jetzt bekannt, dass Aerobic-Übungen therapeutisch eingesetzt werden können, um leichte bis mittelschwere Symptome einer Depression zu verbessern sowie das allgemeine Stress- und Angstniveau zu reduzieren. Vor kurzem haben Vorstudien auch untersucht, ob aerobes Training hilfreich ist, um die Schwere der Zwangsstörungssymptome zu reduzieren.
Tiefe Hirnstimulation bei Zwangsstörungen
Obwohl eine Reihe von Medikamenten und psychologischen Therapien zur Behandlung von Zwangsstörungen zur Verfügung stehen, wird geschätzt, dass zwischen 30 und 40 % der Menschen auf herkömmliche pharmakologische Behandlungen nicht zufriedenstellend ansprechen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Entwicklung hochentwickelter Bildgebung des Gehirns Technologien wie die funktionelle Magnetresonanztomographie (FMRI) haben zu einem explosionsartigen Wachstum unseres Wissens über das Innenleben des Gehirns geführt.
Die Ergebnisse dieser Ergebnisse haben begonnen, die neurobiologischen Auswirkungen von Zwangsstörungen zu erklären. Insbesondere haben diese Studien nahegelegt, dass Behandlungen, die auf bestimmte Schaltkreise im Gehirn abzielen, bei der Verringerung der Zwangsstörungssymptome bei Menschen mit schweren Symptomen hilfreich sein könnten, die nicht auf not traditionelle Behandlung. Tiefe Hirnstimulation kann eine solche alternative Behandlung bieten.
Wenn Sie oder ein Angehöriger mit Zwangsstörungen zu kämpfen haben, wenden Sie sich an die National Helpline der Behörde für Drogenmissbrauch und psychische Gesundheit (SAMHSA) unter 1-800-662-4357 Informationen zu Unterstützungs- und Behandlungseinrichtungen in Ihrer Nähe.
Weitere Ressourcen zur psychischen Gesundheit finden Sie in unserer National Helpline Database.