Es gibt viele Gründe, warum die Periode einer Frau verspätet ist oder ihr Zyklus außerhalb des Zeitplans liegt. Eine offensichtliche ist die Schwangerschaft. Andere sind schlechte Ernährung, übermäßige Bewegung und langfristige Krankheiten. Ein weniger offensichtlicher Grund für Amenorrhoe oder das Ausbleiben einer Periode sind jedoch Depressionen
Der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und reproduktiver Gesundheit ist sinnvoll, wenn man bedenkt, dass die Natur alles tut, um günstige Bedingungen für die Fortpflanzung zu schaffen.
Wenn eine Frau chronisch gestresst, ängstlich, traurig oder verärgert ist, ist sie wirklich nicht in der physischen oder emotionalen Position, um eine Schwangerschaft zu überstehen und sich dann um ein Kind zu kümmern und es zu ernähren. Unter diesen nicht idealen Bedingungen kann das weibliche Fortpflanzungssystem abschalten.
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Wie Depressionen den Menstruationszyklus beeinflussen
Das Stresshormon Cortisol ist in erster Linie für Veränderungen im Zyklus einer Frau verantwortlich, wenn sie depressiv ist. Wenn der Cortisolspiegel als Reaktion auf Stress ansteigt, hört der Hypothalamus, ein Organ im Gehirn, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Fortpflanzungssystems spielt, auf, Signale an die Eierstöcke zu senden, um ihre Arbeit zu erledigen.
Ohne dieses Signal wird der Eisprung (die monatliche Freisetzung einer Eizelle aus dem Eierstock) entweder verzögert oder ganz gestoppt. Das Ergebnis ist eine verspätete oder manchmal gar keine Periode.
Der medizinische Begriff für fehlende Perioden, in denen keine Schwangerschaft vorliegt, ist Amenorrhoe, die auch durch andere gesundheitliche Probleme als Stress verursacht werden kann, einschließlich Probleme mit dem Hypothalamus, der Hypophyse, den Eierstöcken, der Gebärmutter oder der Vagina.
Lokalisieren der Ursache einer ausgefallenen Periode
Natürlich sollten Sie bei verspäteter Periode als Erstes einen Schwangerschaftstest machen, der bereits am ersten Tag Ihrer ausbleibenden Periode genau sein kann. Wenn es negativ ist und Sie Ihre Periode in ein paar Tagen nicht bekommen oder in diesem Zyklus komplett ausfallen lassen oder wenn Sie chronische Probleme mit der Menstruation haben, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Gynäkologen.
Sie wird wahrscheinlich einen Schwangerschaftstest wiederholen. Wenn es negativ ist, wird sie einige grundlegende Untersuchungen durchführen, wie z. B. Fragen zu Ihrer Krankengeschichte, eine gynäkologische Untersuchung und Blutproben zur Überprüfung Ihres Hormonspiegels.
Diagnosetest
Abhängig von den Ergebnissen dieser Voruntersuchungen und anderen grundlegenden Faktoren wie Ihrem Alter kann sie zu spezifischeren Diagnosemethoden übergehen, die Folgendes umfassen können:
- Chromosomenbewertung, um nach Chromosomenvariationen wie dem Turner-Syndrom zu suchen
- Gentests, um zu sehen, ob Sie das Fragile-X-Syndrom haben
- Eine Hysteroskopie, um das Innere Ihrer Gebärmutter zu untersuchen
- Ein MRT zur Überprüfung auf einen Hypophysentumor
- Eine Ultraschall-Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT), um sicherzustellen, dass Ihre Fortpflanzungsorgane normal sind
Sind Depressionen das Problem?
Amenorrhoe, die durch chronischen Stress und Depressionen verursacht wird, wird als hypothalamische Amenorrhoe bezeichnet. Wenn Sie dazu neigen, mehr oder weniger als gewöhnlich zu essen, wenn Sie depressiv sind und an Gewicht zu- oder abgenommen haben, kann dies auch eine Rolle bei Ihren Menstruationsstörungen spielen.
Wenn Ihr Arzt festgestellt hat, dass eine Depression hinter Ihrer verspäteten oder ausbleibenden Periode steckt, müssen Sie einen wirksamen Weg finden, um Ihren Stress abzubauen und Ihre Depression zu behandeln.
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, unregelmäßige oder ausbleibende Perioden zu behandeln, abhängig von Ihrer allgemeinen psychischen Gesundheit und Menstruationsstörungen. Dies kann ein abwartendes Vorgehen (wenn es nur wenige Male passiert ist), Stressbewältigungsstrategien, Therapie und/oder verschreibungspflichtige Medikamente beinhalten.
Wenden Sie sich an Ihren Gynäkologen oder Psychologen, um den Behandlungsplan zu bestimmen, der für Ihre körperliche und geistige Gesundheit am besten geeignet ist.
Änderungen des Lebensstils
Wenn Sie sich bemühen, mit Stress umzugehen, verringern Sie das Risiko, depressiv zu werden und Ihre Periode zu verpassen. Versuchen Sie zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung und einer guten Schlafhygiene, stressreduzierende Aktivitäten in Ihren Tag zu integrieren.
Es gibt zwar keine Einheitsgröße, wenn es um Stressabbau geht, aber einige Ideen, die Sie in Betracht ziehen sollten, sind:
- Tiefes Atmen
- Tagebuch schreiben
- Leichte Bewegung (wie Gehen)
- Meditation
- Selbsthilfegruppen (online oder persönlich)
- Yoga
Verschreibungspflichtige Medikamente
Ein Antidepressivum wie Prozac (Fluoxetin) oder Zoloft (Sertralin) kann ein wirksames Mittel sein, um die Symptome einer Depression zu lindern – aber es ist nicht für jeden geeignet. Zusätzlich zu möglichen Nebenwirkungen können einige Antidepressiva sogar dazu führen, dass Ihre Periode verspätet oder verzögert wird.
Möglicherweise werden Ihnen sogar orale Kontrazeptiva verschrieben, um einen regelmäßigen Zeitplan für Entzugsblutungen zu schaffen, jedoch wurden kombinierte Antibabypillen mit Depressionen in Verbindung gebracht. Informieren Sie Ihren Arzt also über Ihre psychische Vorgeschichte. Es kann einige Versuche und Irrtümer erfordern, aber es ist möglich, sich wieder normal zu fühlen und Ihr Körper wieder normal zu funktionieren.
Wenn Sie oder ein Angehöriger mit Depressionen zu kämpfen haben, wenden Sie sich an die National Helpline der Behörde für Drogenmissbrauch und psychische Gesundheit (SAMHSA) unter 1-800-662-4357 Informationen zu Unterstützungs- und Behandlungseinrichtungen in Ihrer Nähe.
Weitere Ressourcen zur psychischen Gesundheit finden Sie in unserer National Helpline Database.