Die Beziehung zwischen PTSD und Scham

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Anonim

Nach der Exposition gegenüber einem traumatischen Ereignis können Menschen eine Vielzahl von Emotionen wie Angst, Angst, Traurigkeit, Wut, Schuld oder Scham erfahren. Obwohl all diese Emotionen sehr belastend sein können, kann Scham eine besonders schwierige Emotion sein, mit der man nach einem Trauma umgehen kann. So sehr, dass es immer mehr Hinweise darauf gibt, dass Schamerfahrungen mit der Schwere einer posttraumatischen Belastungsstörung oder PSTD-Symptomen nach einem traumatischen Ereignis verbunden sind.

Bevor wir die Beziehung zwischen Scham und PTSD diskutieren, ist es zunächst wichtig zu verstehen, was Scham ist und wie sie sich von anderen Emotionen unterscheidet.

Der Unterschied zwischen Scham und Schuld

Scham wird oft als "selbstbewusste Emotion" angesehen und ist im Allgemeinen sehr eng mit der Emotion der Schuld verbunden. Tatsächlich fällt es vielen Menschen schwer, zwischen Scham und Schuld zu unterscheiden. Hier ist der Unterschied:

  • Schande ist eine Emotion, die auftritt, wenn Sie bewerten oder beurteilen du selber in einem negativen Licht. Zum Beispiel könnten Sie Scham empfinden, wenn Sie sich selbst als wertlos, schwach, schlecht oder nutzlos betrachten.
  • Schuld tritt auf, wenn Sie a auswerten Verhalten oder eine Handlung als negativ. Wenn Sie sich beispielsweise Geld von jemandem leihen und ihn dann nicht zurückzahlen, können Sie sich schuldig fühlen, weil Sie etwas getan haben, das als falsch oder rücksichtslos empfunden werden kann.

Es ist wichtig, zwischen Scham und Schuldgefühlen zu unterscheiden, da sie Ihr Verhalten auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Schuldgefühle können Sie motivieren, Wiedergutmachung zu leisten, sich zu entschuldigen oder ein Verhalten zu korrigieren. Wenn du solche Dinge tust, kannst du deine Schuldgefühle lindern und dein positives Selbstwertgefühl steigern. Auf diese Weise kann Schuld ein hilfreiches Gefühl sein.

Scham hingegen ist selten sinnvoll. Bei Scham ist es wahrscheinlicher, dass Sie sich selbst bestrafen (z. B. durch vorsätzliche Selbstverletzung) oder sich von anderen isolieren. Dies wird die Scham auf lange Sicht wenig lindern und kann Ihre Scham sogar verstärken.

Die Verbindung zwischen Scham und PTSD

Studien haben durchweg einen starken Zusammenhang zwischen Scham und dem Erleben von PTSD-Symptomen nach einem traumatischen Ereignis festgestellt.

So wurde beispielsweise festgestellt, dass Schamerfahrungen mit der Schwere der PTSD bei älteren männlichen Kriegsgefangenen und Frauen, die zwischenmenschlicher Gewalt ausgesetzt waren, in Zusammenhang stehen.

Interessanterweise fanden diese Studien heraus, dass Scham einen stärkeren Zusammenhang mit PTSD hat als Schuld.

Forscher haben die Theorie aufgestellt, dass die Erfahrung von Scham nach einem traumatischen Ereignis dazu führen kann, dass Sie ungesunde Bewältigungsstrategien anwenden, wie Vermeidung oder selbstzerstörerisches Verhalten, die Ihre Fähigkeit beeinträchtigen können, die mit dem traumatischen Ereignis verbundenen Emotionen zu verarbeiten. Diese UnfähigkeitEmotionen zu verarbeiten, kann dann zur Entwicklung oder Verstärkung von PTSD-Symptomen beitragen.

Da die Erfahrung von Scham außerdem mit Urteilen über Schwäche oder Wert in Verbindung gebracht werden kann, fühlen sich Überlebende möglicherweise stärker stigmatisiert, ein traumatisches Ereignis erlebt zu haben. Dieses Stigma könnte Sie dann daran hindern, die entsprechende Pflege in Anspruch zu nehmen.

Die Erfahrung von Scham reduzieren

Es gibt Bewältigungsstrategien, die bei Scham nach einem Trauma besonders hilfreich sein können.

Gegenteilige Aktion

Wenn du Scham empfindest, kann dir eine „entgegengesetzte Handlung“, die es dir ermöglicht, dem Schamgefühl entgegenzuwirken, helfen, damit umzugehen.

Wenn du beispielsweise durch Scham das Gefühl hast, etwas Selbstzerstörerisches tun zu müssen, tue stattdessen etwas, bei dem es darum geht, für dich selbst zu sorgen. Selbstberuhigungs- und Selbstmitgefühls-Bewältigungsstrategien können in dieser Hinsicht besonders nützlich sein.

Ablenkung

Eine andere Strategie ist als Ablenkung bekannt. Wie der Name schon sagt, ist Ablenkung alles, was Sie tun, um Ihre Aufmerksamkeit vorübergehend von einer starken Emotion abzulenken.

Manchmal kann die Konzentration auf eine starke Emotion dazu führen, dass sie sich noch stärker und außer Kontrolle anfühlt. Indem Sie sich vorübergehend ablenken, können Sie der Emotion etwas Zeit geben, um an Intensität zu verlieren, was die Handhabung erleichtert.

Therapie

Bestimmte Behandlungen können auch nützlich sein, um Scham zu reduzieren. Kognitive Verarbeitungstherapie bei PTSD hat sich als wirksam bei der Reduzierung von Scham bei Menschen mit PTSD erwiesen. Auch eine dialektische Verhaltenstherapie kann bei der Reduzierung von Scham hilfreich sein, ebenso wie die Suche nach sozialer Unterstützung.

Ein Wort von Verywell

Diese gesunden Bewältigungsstrategien sind nicht ohne Herausforderungen, aber je mehr Sie sie als Reaktion auf Scham anwenden können, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sich Scham durchsetzt und zu ungesundem Verhalten führt.

Wenn Sie daran interessiert sind, einen in diesen Behandlungen ausgebildeten Therapeuten zu finden, können Sie über die Website der Association for Behavioral and Cognitive Therapies (ABCT) nach einem in Ihrer Nähe suchen.