Evolutionspsychologie ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich dem menschlichen Verhalten durch eine Linse nähert, die die Auswirkungen der Evolution einbezieht. Es verbindet die Wissenschaft der Psychologie mit dem Studium der Biologie.
Evolutionspsychologen versuchen, die Emotionen, Gedanken und Reaktionen von Menschen basierend auf Charles Darwins Theorie der Evolution durch natürliche Selektion zu erklären, ähnlich wie Evolutionsbiologen die physischen Merkmale eines Organismus erklären. explain
Ansatz der Evolutionspsychologie
Befürworter dieses psychologischen Ansatzes postulieren, dass einige unserer Vorfahren, als sie sich Problemen stellten und Wege entwickelten, sie zu lösen, über bestimmte angeborene Instinkte und Intelligenz verfügten, die ihnen die Fähigkeit gaben, die erfolgreichsten Lösungen zu finden und anzuwenden.
Dadurch gewannen sie Vorteile wie eine bessere Gesundheit oder eine längere Lebensdauer, die es ihnen ermöglichte, durch den Prozess der natürlichen Selektion mehr Nachkommen zu produzieren. Laut der Evolutionspsychologie haben unsere Vorfahren, die psychologische Vorteile hatten, diese Verhaltensmerkmale an zukünftige Generationen weitergegeben, was zu einer Population von Nachkommen führte, die dann diese adaptiven Verhaltensweisen aufwiesen.
Psychologische Fähigkeiten, wie das Lesen der Absichten anderer, das Finden von Freunden und das Gewinnen von Vertrauen, helfen einem Menschen bekanntermaßen ein Leben lang. Evolutionspsychologen glauben, dass diese Fähigkeiten in zutiefst komplexen neuronalen Schaltkreisen im Gehirn verwurzelt sind und vererbt werden.
Diese angeborenen Verhaltenstendenzen werden oft durch Einflüsse unserer Kultur, Familie und individueller Faktoren gemildert, aber das Prinzip der Evolutionspsychologie ist, dass die zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen von evolutionären Kräften geformt werden.
5 Prinzipien der Evolutionspsychologie
Die Evolutionspsychologie ist eine gut definierte Disziplin des Studiums und der Forschung mit grundlegenden Grundlagen, die neue Studien entwickelt haben und weiterhin leiten. Es gibt fünf Grundprinzipien der evolutionären Psychologie:
- Ihr Gehirn ist ein physisches System, das Sie anweist, sich angemessen und anpassungsfähig an Ihre Umgebung zu verhalten.
- Die neuronalen Schaltkreise Ihres Gehirns helfen Ihnen, Probleme auf angemessene Weise zu lösen. Die spezifische Art und Weise, wie die neuronalen Schaltkreise aufgebaut sind, wurde über Generationen hinweg durch natürliche Selektion bestimmt.
- Die meisten Ihrer psychologischen Verhaltensweisen werden unbewusst durch Ihre neuronalen Schaltkreise bestimmt, und Sie sind sich dieser unbewussten Prozesse weitgehend nicht bewusst. Sie verlassen sich auf eine bewusste Entscheidungsfindung, um Sie in Ihrem täglichen Leben zu leiten, und Sie sind sich möglicherweise der Schlussfolgerungen bewusst, die sich aus den komplexen neuronalen Schaltkreisen ergeben, während Sie sich des zugrunde liegenden Prozesses nicht bewusst sind.
- Neuronale Schaltkreise im Gehirn sind darauf spezialisiert, verschiedene adaptive Probleme zu lösen. Zum Beispiel ist der beim Sehen beteiligte Schaltkreis nicht derselbe wie beim Erbrechen.
- Ihr Verstand basiert auf adaptiven Veränderungen, die im Pleistozän entstanden sind.
Evolutionäre Psychologie und Verhaltenskompetenzen
Auf der grundlegendsten Ebene erklärt die Evolutionspsychologie Fähigkeiten, die wir für relativ einfach und für die meisten Menschen gebräuchlich halten, wie zum Beispiel die Sprache.
Irgendwann in der Geschichte entwickelte der frühe Mensch Sprachkenntnisse, die über Grunzen und Zeigen hinausgingen. Die Fähigkeit, komplexe Gedanken zu kommunizieren, war für das menschliche Überleben von Vorteil, und infolgedessen entwickelten sich die Spracherwerbsfähigkeiten durch den Prozess der natürlichen Auslese. Evolutionspsychologen können argumentieren, dass fortgeschrittene Sprachkenntnisse zur Sicherheit, zum Überleben und zur Fortpflanzung einer Person beitragen.
Dennoch hängt die Sprache oder Sprachen, die Sie lernen, von der Sprache ab, die in Ihrem Zuhause und in Ihrer Nachbarschaft gesprochen wird, was die Bedeutung des kulturellen Inputs zeigt.
Wie die Evolution Phobien erklärt
Phobien sind irrationale Ängste, die über den Schutz vor Gefahren hinausgehen. Forschungsstudien zeigen beispielsweise, dass Sie eher Schlangen und Spinnen fürchten als andere Raubtiere wie Löwen und Tiger.
Aus evolutionärer Sicht mag dies daran liegen, dass Schlangen und Spinnen schwerer zu erkennen sind. Für unsere Vorfahren war es sinnvoll, sorgfältig nach gif.webptigen Kreaturen zu suchen, bevor sie ihre Hände in Holzhaufen oder bewachsene Büsche steckten.
Im Laufe der Zeit wurde diese Fähigkeit, diese kleinen, ruhigen Kreaturen zu erkennen und schnell darauf zu reagieren, zu einer Eigenschaft, die viele Menschen als instinktive menschliche Reaktion geerbt haben. Tatsächlich kann ein kleines Kind, das noch nie von den Gefahren von Schlangen oder Spinnen gehört hat, eine dramatische Reaktion haben, wenn sie eine sieht, die möglicherweise in der evolutionären Psychologie verwurzelt ist.