Wie verschiedene Faktoren bestimmte Phobien verursachen

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Anonim

Haben Sie sich jemals gefragt, was Phobien verursacht? Forscher haben mehrere Theorien über die Faktoren aufgestellt, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, dass sich eine Phobie entwickelt.

Was ist eine Phobie?

Eine Phobie ist eine überwältigende und unvernünftige Angst vor einem Objekt oder einer Situation, die keine wirkliche Gefahr darstellt, aber Angst und Vermeidung provoziert.

Im Gegensatz zu der kurzen Angst, die die meisten Menschen empfinden, wenn sie eine Rede halten oder einen Test machen, ist eine Phobie lang anhaltend, verursacht intensive physische und psychische Reaktionen und kann Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, bei der Arbeit oder im sozialen Umfeld normal zu funktionieren.

Es gibt mehrere Arten von Phobien. Manche Leute haben Angst vor großen, offenen Räumen. Andere sind nicht in der Lage, bestimmte soziale Situationen zu tolerieren. Und trotzdem haben andere eine spezifische Phobie, wie zum Beispiel Angst vor Schlangen, Aufzügen oder Fliegen.

Nicht alle Phobien müssen behandelt werden. Wenn jedoch eine Phobie Ihren Alltag beeinträchtigt, stehen Ihnen mehrere Therapien zur Verfügung, die Ihnen helfen können, Ihre Ängste zu überwinden – oft dauerhaft.

Phobien werden in drei Hauptkategorien unterteilt:

  • Spezifische Phobien: Eine spezifische Phobie beinhaltet eine irrationale, anhaltende Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Risiko steht. Dazu gehört die Angst vor Situationen (wie Flugzeugen oder geschlossenen Räumen); Natur (wie Gewitter oder Höhen); Tiere oder Insekten (wie Hunde oder Spinnen); Blut, Injektionen oder Verletzungen (wie Messer oder medizinische Verfahren); oder andere Phobien (wie laute Geräusche oder Clowns). Es gibt viele andere Arten von spezifischen Phobien. Es ist nicht ungewöhnlich, Phobien gegenüber mehr als einem Objekt oder einer Situation zu haben.
  • Soziale Angststörung: Die soziale Angststörung (früher bekannt als soziale Phobie) ist mehr als nur Schüchternheit und beinhaltet eine Kombination aus übermäßigem Selbstbewusstsein und der Angst vor öffentlicher Kontrolle oder Demütigung in alltäglichen sozialen Situationen. In sozialen Situationen hat die Person Angst, abgelehnt oder negativ bewertet zu werden oder andere zu beleidigen.
  • Angst vor offenen Räumen (Agoraphobie): Dies ist die Angst vor einer tatsächlichen oder erwarteten Situation, z. B. wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen, sich in offenen oder geschlossenen Räumen aufhalten, in einer Schlange stehen oder sich in einer Menschenmenge befinden oder sich allein außerhalb des Hauses befinden. Die Angst wird dadurch verursacht, dass man befürchtet, keine einfachen Flucht- oder Hilfemöglichkeiten zu haben, wenn sich eine starke Angst entwickelt. Die meisten Menschen mit Agoraphobie entwickeln sie nach einer oder mehreren Panikattacken, was dazu führt, dass sie einen weiteren Angriff fürchten und den Ort meiden, an dem sie aufgetreten ist. Für manche Menschen kann die Agoraphobie so schwerwiegend sein, dass sie das Haus nicht verlassen können.

Was verursacht Phobien?

Zu den Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, dass sich eine Phobie entwickelt, gehören:

  • Genetik: Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Phobien in Familien vorkommen können. Zum Beispiel können Zwillinge, die getrennt an verschiedenen Orten aufgezogen werden, die gleichen Phobien entwickeln. Viele Menschen mit Phobien haben jedoch keine Verwandten mit der Erkrankung.
  • Kulturelle Faktoren: Manche Phobien treten nur in bestimmten Kulturkreisen auf. Ein Beispiel ist Taijin Kyofusho, eine soziale Phobie, die fast ausschließlich in Japan auftritt. Dies ist die Angst, andere in sozialen Situationen zu beleidigen oder zu verletzen. Sie unterscheidet sich deutlich von einer traditionellen sozialen Angststörung, bei der der Betroffene Angst hat, persönlich verlegen oder gedemütigt zu werden. Es ist daher möglich, dass die Kultur eine gewisse Rolle bei der Entwicklung der Phobie spielt.
  • Verhaltens- und Umweltfaktoren: Viele Phobien basieren auf realen Ereignissen, an die man sich bewusst erinnert oder nicht. Eine Hundephobie kann zum Beispiel darauf zurückzuführen sein, dass sie als kleines Kind angegriffen wurde. Eine soziale Angststörung kann sich aus der Unbeholfenheit von Teenagern oder Mobbing in der Kindheit entwickeln. Es ist wahrscheinlich, dass eine Kombination dieser Faktoren vorhanden sein muss, damit sich eine Phobie entwickelt. Es sind jedoch weitere Forschungen erforderlich, bevor eine endgültige Schlussfolgerung gezogen werden kann.